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Dream Catcher und andere Netzamulette der nordamerikanischen Indianer
Netzamulette und netzförmige Muster auf Gegenständen und Kleidungsstücken spielten bzw. spielen noch heute in der spirituellen Welt der Indianer eine wichtige Rolle.
Als Vorbild dienen Fischer- und Bibernetze, sowie Spinnennetze. In Spinnennetzen verfangen sich Fliegen und Stechinsekten, die Fäulnis und Krankheiten verbreiten. Netze halten also Not und Verderben von den Menschen fern. Fischer- und Bibernetze sicherten Versorgung und Wohlstand.
Die Cree- und andere Indianer befestigten ein Netzamulett am Wiegenbett der Kleinkinder. Dieses sollte alles Böse fernhalten und für eine gute Entwicklung des Kindes sorgen.
Krieger der Plains-Indianer trugen Netzamulette an Glasperlenschnüren als persönliche Kriegsmedizin. Medizin hier als ein mit einer spirituellen Kraft aufgeladener Gegenstand oder eine machtvolle Substanz. Das Amulett soll seinen Besitzer beschützen und ihm magische, schützende oder heilende Kräfte verleihen.
Heute fertigen die Indianer in den Reservaten Netzamulette für Touristen, um ihre Lebensbedingungen zu verbessern.
Beliebt sind Netzanhänger für Halsketten oder Autorückspiegel und Schlüsselanhänger.
Eine weitere Form ist der Dream Catcher (Treaumfänger), der Träume, die vorbeigleiten, fängt. Die guten Träume kennen den Weg und schlüpfen durch die mittlere Öffnung; sie gleiten sanft zum darunter liegenden Schläfer.
Die bösen Träume kennen den Weg nicht und verfangen sich im Netz und in den Federn, um mit dem Tageslicht zu vergehen.
In das Netz werden oft Glasperlen oder andere dekorative Gegenstände eingewebt, die auch spirituelle Bedeutung haben können.
Teile von Tieren, wie Krallen, Haare oder Federn, sollen die positiven Eigenschaften dieser Tiere auf den Besitzer übertragen
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Indianisches Symbol Bedeutung
| Schildkröte (wird oft bei Zuni benutzt) |
Beständigkeit, Weisheit, Gesundheit, auch Gemütlichkeit und Freundschaft, auch Beharrlichkeit |
| geflochtenes Seil(Kordeldesign) | Freundschaft, Stärke, Partnerschaft (auch Freundschaft die hält wie ein Strick) |
| Sonne (auch als Halbsonne dargestellt) | Beständigkeit, Glückseligkeit |
| Bär | Stärke, auch geistige Heilkraft |
| Wolken und Regen | gute Ernte (lebenspendend) |
| Federn | Energiefänger |
| Bergkette | Bergkette Reichhaltigkeit (der Natur) |
| Pfeilspitze | Wachsamkeit, Wendigkeit |
| Pfeil | Schutz |
| Pfeil (in der Ringschiene) | Gesundheit |
| Pfeile (gekreuzt) | Freundschaft |
| Pferd (bei den Hopi) | Reise |
| Regentropfen | Leben (Wasser- in der Wüste überlebensnotwendig) |
| Maiskolben | |
| Medizinbündel (-beutel) | Gesundheit |
| Cachina | gute Geister, (oft als Puppe dargestellt / auch als Maske für Zeremonien) |
| Cocopelli | Flötenspieler, auch Casanova der Wüste, Vogel, gute Ernte (auch Reichhaltigkeit) |
| Kaktusblüte | Schönheit, Liebe |
| Schmetterling | ewiges Glück, ewiges Leben (Liebe zur Natur) |
| Leiter ins Kiwa unterirdischer Sitzungsraum | unterirdischer Sitzungsraum |
| Rautensymbol (Rhombus) | Auge des Medizinmannes (in Silber) auch Symbol für Weisheit (kann auch in Stein sein) |
| Herzsymbol | Zeichen für Liebe und Sonne (aus europäischen Kulturen übernommen) |
| Rosette (Concha) | Concha = Muschel (z. B. am spanischen Zaumzeug) vorrangig von Navajo benutztes Symbol |
| Eule Weisheit | Weisheit |
| geschwungene und runde Federn | Weisheit |
| spitze Adlerfedern | Stärke |
| Schnecke | Kreis des Lebens, von der Geburt bis zum Tod |
| Sonnenstrahlen | Glückseligkeit (das Leben an sich) |
| Zopf (Zopfdesign) | Zopf (Zopfdesign) Stärke (für die Ewigkeit) |
| Malachit | Malachit Erde, auch für grüne Pflanzen |
| Lapislazuli | Lapislazuli Himmel, Nachthimmel (Wasser) auch für Liebe und Freundschaft, auch Erleuchtung für die Schönheit/ öffnet das Herz für die Liebe, fördert analytisches Denken |
| Türkis (im Südwesten) | Himmel |
| Türkis | Wohlstand, Gesundheit, Erfolg, auch streßreduzierend |
| dunkelblauer Türkis | mehr Kupferanteil |
| grüner Türkis | mehr Eisenanteil |
| Koralle | Reichtum des Meeres, Farbe der Erde |
| Türkis und Koralle | Mischung, die Glück bringen soll |
| Jaspis (roter) | Konfliktbewältigung, hält negative Einflüsse fern (der Stein des Grand Canyon) |
| Perlmutt | Symbol für Mond (Mond aus Perlmutt entstanden) absorbiert negative Energie, beeinflußt emotionale Ebene |
| Sugilith | Kreativität, Denken |
| Rodocrosith | zieht die Liebe an |
| Amethyst | beruhigend, die Gefühlswelt stärkend |
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Variscrith
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| Achat | organisatorische Fähigkeiten stärkend (blue-laced-Agat) |
| Austernmuschel (violett) | |
| Chaorit | bringt Ängste und Unsicherheit ins Bewußtsein um mit diesen besser umgehen zu können |
| Calzit | als Glücksbringer |
Türkis (Farbe des Himmels) und Koralle (Farbe der Erde) zusammen ergeben eine Kombination, die Glück bringen soll.
Wenn der Wind bläst, sucht er den Himmelsstein. (Türkis)
1816 fingen die Indianer an Schmuck zu verarbeiten. Sie nutzten dafür Silber und ihre handwerklichen Fähigkeiten, die sie teilweise von den Spaniern übernommen haben. Unbestätigten Berichten zufolge haben die Indianer bereits im 16. Jahrhundert angefangen Schmuck aus Silber (damals Münzen) zu fertigen.
Silberröhrchen beim Schmuck (liquid silver - flüssiges Silber) werden Hichi genannt uns sind auf Silber oder auf besondere Sehnen aufgezogen. Mehrreihig ergibt sich ein Anblick wie flüssiges Silber, wo auch der Name herrührt.
Schildkröten: die Sternenfrau wurde aus dem Himmel geworfen und die Schildkröte wurde beauftragt einen Haufen zusammenzutragen um sie aufzufangen, so entstand der Kontinent America (laut indianischer Tradition).
Mais ist eines der Grundnahrungsmittel der Indianer, er wird oft auch als Schmuck dargestellt (Corn-Design / Corn-Inlay ...)
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In längst vergangenen Zeiten der Ahnen litt das Kind einer Lakota-Frau unter bösen Träumen. In ihrer Not suchte die Mutter die alte Spinnenfrau auf und bat um Hilfe. Die Spinnenfrau hörte sich die Geschichte des geplagten Kindes an, um dann der Mutter über die Geheimnisse der Traumfänger zu erzählen. Von diesem Tag an, so berichtet die Geschichte weiter, hatte das Kind nie mehr böse Träume.

Vor langer Zeit waren alle Clans der Objiwe-Indianer auf der Schildkröteninsel ansässig. Asibakaashi, die Spinnenfrau, die einst Wanabozhoo half, die Sonne "giizis" zu den Menschen zurückzubringen, paßte gut auf die Kinder der Schildkröteninsel auf. Doch im Laufe der Zeit zerstreuten sich die Objiwe-Indianer in alle vier Himmelsrichtungen, um ihre jeweiligen Prophezeiungen zu erfüllen. So wurde es für Asibakaashi immer schwieriger, auf all ihre Kinder aufzupassen. Da fingen die Mütter und Großmütter der Clans an, die magischen Netze von Asibakaashi für ihre Kinder zu weben. Sie wurden aus einem geflochtenen Weidenring und Garn aus Pflanzenfasern hergestellt.
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Überlieferung der Aborigines:
Die Seelenfrau diente der Gemeinschaft als Traumfängerin. Alle Menschen träumen, nicht jeder macht sich die Mühe, sich an seine Träume zu erinnern und die darin enthaltenen Botschaften zu entziffern, aber wir träumen alle. Träume sind Schatten der Realität, von allem was auf dieser Welt geschieht, gibt es auch ein Abbild in der Traumwelt. Und dort findet man zu allem eine Antwort. Die Spinnennetze wurden bei einer aus Tänzen und Liedern bestehenden Zeremonie als Hilfsmittel eingesetzt. Man bat das Universum auf diese Weise um eine Führung durch die Welt der Träume. Die Seelenfrau half dem Träumenden dann, die Botschaft in seinem Traum zu deuten.
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Die Stammesangehörigen nehmen die Hilfe der Traumfänger bei den unterschiedlichsten Problemen in Anspruch. Wenn sie sich über ihre Beziehung zu einem anderen Menschen nicht im klaren sind, Probleme mit der Gesundheit haben oder nicht verstehen, welchen Sinn eine bestimmte Erfahrung haben soll, suchen sie die Antwort auf ihre Fragen stets im Traum. Für uns "Veränderte Menschen" gibt es nur einen Zugang zur Traumwelt: den Schlaf. Aber die "Wahren Menschen" können sich auch im wachen Zustand in die Bewusstseinsebene des Traums versetzen. Da sie sich nicht mit Hilfe bewusstseinsverändernder Drogen in die Traumwelt begeben, sondern einfach durch Atemtechnik und Konzentration, handeln sie sehr bewusst. Die Stammesange-hörigen träumen nachts nur, wenn sie einen Traum herbeigerufen haben. Der Schlaf ist für ihre Körper eine wichtige Zeit der Ruhe und Erholung. In diesen Stunden sollen die Energien nicht auf mehrere Vorhaben gleichzeitig gelenkt werden. Sie glauben, dass wir "Veränderten Menschen" nachts träumen, weil es in unserer Gesellschaft nicht erlaubt ist, tagsüber zu träumen.
(aus dem Buch "Traumfänger" von Marlo Morgan)

Die Sage vom Traumfänger
Vor langer, langer Zeit war eine Familie in schrecklicher Not. Wohl führten sie ein gutes und im Geistigen begründetes Leben, aber ihre Nächte waren von schrecklichen Träumen und Visionen erfüllt. Der Vater, der keinen Ausweg sah, nahm seine Medizinpfeife und ging, um Rat zu suchen beim großen Geist. Ruhig saß er auf einem offenen, mit Präriegras bestandenem Feld, rauchte dabei und lauschte dem Flüstern des Windes. "Ich kann dir helfen", hörte er. "Wer sprach zu mir?" fragte der Vater. Als er um sich sah, bemerkte er eine große Spinne, die auf einem Grashalm saß. "Ich bin es, die dich angerufen hat. Ich habe eine Antwort auf deine Gebete. Ich will dich meine Medizin lehren. Die Verwirrungen in deinem Leben kommen nicht aus dir selbst, denn du führst ein gutes, im Geistigen begründetes Leben. Jene Geister um dich herum, die nicht in Harmonie leben, möchten, dass du zugrunde gehst. Es sind böse Geister, dem Chaos entstammend, die dich während deines Schlafes heimsuchen." Während die Spinne dem Vater das alles sagte war sie geschäftig, zog zwei Grashalme zueinander und band sie mit Spinnweb zusammen. "Du musst mir jetzt bestimmte Dinge bringen, damit ich dir helfen kann", sagte die Spinne. Der Vater ging fort und brachte, als er zurück kam die Dinge mit, die die Spinne erbeten hatte. Zuerst legte er die Adlerfeder in das Gewebe. "Diese Feder bedeutet die Luft und die Geister der Lüfte", sagte die Spinne. "Als nächstes soll der Stein in das Gewebe gebracht werden, dieser Stein bedeutet den Geist der Erde. Dann lege die Muschel in das Gewebe, diese Muschel bedeutet den Geist des Meeres. Zum Schluss lege die Perlenschnur in das Gewebe. Diese Perlen wurden im Feuer gebildet und bedeuten die Geister des Feuers. Nun nimm diesen Fänger der Träume, der die Kräfte von Erde, Wind, Feuer und Wasser in sich trägt. Hänge ihn über dein Bett und du wirst gut ruhen. Weil friedliche Geister sich in einer geraden Linie fortbewegen, werden sie in den Träumen zu dir kommen können. Aber die Geister chaotischen Ursprungs können auf gerader Linie nicht vorankommen und werden in dem Gewebe eingefangen, wo sie festgehalten werden, bis die Strahlen der Sonne sie verbrennen."
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Die Legende vom Dreamcatcher
Der traditionelle Dreamcatcher stammt vom Ojibwa-Volk in Minnesota, wie auch von den kanadischen und nordamerika-nischen Sioux.
Das Kind einer Sioux-Frau litt an bösen Träumen. In ihrer Seelenqual ging die verängstigte Frau zur alten Spinnenfrau, da sie die weiseste aller Gottheiten war. Sie lehrte die Mutter aus Weidenzweigen den Ewigen Kreis, das Netz des Lebens oder den Traumschild herzustellen.
Dieser Dreamcatcher wurde dann über der Wiege ihres Kindes aufgehängt, das von nun an ruhig schlief und süss träumte.
Den indianischen Überlieferungen zufolge treten Träume von oben in den Dreamcatcher ein. Böse Träume und Gedanken gehen in der Netzfalle zugrunde und verschwinden dann im Morgengrauen.
Gute Träume hingegen verstehen sich durch das Netz hindurchzufiltern und gleiten durch die Öffnung in der Mitte des Kreises hinunter bis zum Pendel.
Nach der traditionellen Art der nordamerikanischen Indianer wurde dieser Dreamcatcher mit tiefer spiritueller Ehrfurcht und heiligem Respekt gefertigt. Viele Menschen behalten ihren Dreamcatcher ihr Leben lang. Einen Dreamcatcher zu besitzen heisst nicht nur den Träumen nachzujagen, sondern die Träume zu fangen, um dadurch unsere Ziele zu erreichen.
Gefunden bei www.belladonna.de
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Traumfänger
Die Nacht ist still Du atmest flach
Schweiß klebt auf Deiner Haut
Du träumst ganz wirr denkst Du wärst wach
Hörst Stimmen nah und laut
Du rennst voll Furcht durch einen Wald
Sie sind dicht hinter Dir
Die Zeit wird knapp sie haben Dich bald
Dein Traum ist ihr Revier
Sie kennen Dich besser als Du Dich kennst
Du fragst Dich noch warum
Derweil auf offenes Feld Du rennst
Plötzlich ist alles stumm
Die Ruhe kehrt zu Dir zurück
Tief atmest Du jetzt ein
Diesmal hattest Du wieder Glück
Könnt´ Wirklichkeit auch sein
Dein Blick fällt auf des Waldes Rand
Du siehst sie dort noch stehen
Es ist ein großes Netz gespannt
Sie können nicht weiter gehen
Wenn Du erwachst bist Du befreit
Der Spuk hat jetzt ein Ende
Bist wieder in der Wirklichkeit
Noch zittern Deine Hände
Du denkst der Tag ist Wahrheit pur
Doch würd´ ich´s nicht beschrei´n
Vielleicht träumst Du das Wachsein nur
Und Traum könnt´ Wahrheit sein
gefunden unter vielen schönen Gedichten auf: http://www.joerg-seume.de
